Gesundheitssport

Der Gesundheitssport wurde 1981 von Ärzten und Bewegungstherapeuten als Herzsport gegründet. Der Turnerbund hat sich zur Aufgabe gemacht, Sport- und Bewegungsangebote zur Prävention und Rehabilitation im Bereich Gesundheitssport anzubieten.

Die Abteilung Gesundheitssport hat zur Zeit 134 Mitglieder.

Veränderungen

In der Abteilungsversammlung im März 2009 erklärte der bisherige Abteilungsleiter Herr Theo Jeno, dass er von dieser Position zurücktreten möchte, jedoch weiterhin bereit ist, verantwortungsvolle Aufgaben zu übernehmen. Er möchte gerne auch künftig seine langjährigen Erfahrungen für die Beratung von neuen Mitgliedern und die Abrechnung mit den Krankenkassen einbringen.
Zum neuen Abteilungsleiter wurde Herr Wilfried Krause und zu seinem Stellvertreter Herr Theo Jeno gewählt.

Neuerungen

Nachdem im letzten Jahr für den Behindertensport höhere Zuschüsse eingegangen sind, als im Haushaltsplan eingestellt waren, erlaubt es die finanzielle Situation der Abteilung, den Mitgliedern und deren Partnern kostenfrei einen Grundkurs zur Reanimation anzubieten. Diese Kenntnisse können sehr wertvoll sein, um z. B. den sportbetreuenden Arzt hilfreich zu unterstützen, wenn jemals in einer Herzsportstunde ein Teilnehmer Herzprobleme bekommen sollte.
Lebensrettend kann dies sein, wenn ein Patient zu Hause einen Herzanfall bekommt und Familienangehörige bis zum Eintreffen des Arztes qualifiziert helfen können.

Ein weiterer Teil der zur Verfügung stehenden Gelder erlaubt es, den jährlich neu zu kalkulierenden Deckungsbeitrag für Mitglieder ohne Krankenkassenzuschuss in 2009 abzusenken.


Aktuelles 

Neue Regeln für lebensrettende Sofortmaßnahmen

Lebensrettende Sofortmaßnahmen müssen so schnell wie möglich am Ort des Geschehens einsetzen, wenn durch ein plötzliches, nicht voraussehbares Ereignis das Leben bedroht ist oder nur durch den gezielten Einsatz von Sofortmaßnahmen die Lebensbedrohung abge-wendet werden kann.
Die entscheidenden Schritte von der außerklinischen Erstversorgung vor Ort des Gesche-hens bis zur Klinikaufnahme werden in einer Rettungskette sichergestellt.
Den vier wichtigsten Gliedern der Rettungskette sind dabei bestimmte Funktionen zugeord-net:
1. Frühzeitiges Erkennen des Notfalls und Hilferuf. Eine frühe und effektive Reakti-on kann manchmal den drohenden Kreislaufstillstand verhindern.
2. Sofortige Wiederbelebungsmaßnahmen bei einem Kreislaufstillstand durch Laien. Unverzügliche Reanimationsmaßnahmen können die Überlebenschance deutlich erhöhen.
3. Frühzeitiger Defibrillationsschock (z.B. in öffentlichen Einrichtungen) durch den Ersthelfer, damit das Herz wieder anfängt zu schlagen. Wiederbelebungsmaß-nahmen und Defibrillationsschock innerhalb von 5 Min. nach Kollaps können zu Überlebensraten von über 50 % führen. Jede Minute Verzögerung reduziert die Wahrscheinlichkeit des Überlebens.
4. Weiterführung der Soforttherapie in der Klinik mit differenzierter Diagnostik und Therapie.
Bekanntlich ist jede Kette nur so stark wie ihr schwächstes Glied. Bei der Rettungskette wei-sen ins besonders die ersten zwei Glieder erhebliche Schwachstellen auf, die auch von ei-nem hoch effizienten Rettungsdienst nicht kompensiert werden können. Dank der positiven Entwicklung der Notfallmedizin gehen die Bürger heutzutage davon aus, dass für eine unter allen Bedingungen und zu jeder Zeit ausreichenden Erstversorgung Rettungssanitäter und Notärzte zur Verfügung stehen. Nichtwissen, Anspruchsdenken und die Versagung einer Mitwirkung bei Gemeinschaftsaufgaben haben dazu geführt, dass das Bewusstsein verloren gegangen ist, dass jeder entscheidend dazu beitragen kann, ob ein Mensch mit Kreislauf-stillstand überlebt oder nicht. Dabei können Laien durch sofortiges und richtiges Handeln die Anzahl der Überlebenden nach einem Kreislaufstillstand verdoppeln oder verdreifachen. Diese Probleme und neue wissenschaftliche Erkenntnisse führten zu neuen und wesentlich einfacheren Richtlinien der Wiederbelebungsmaßnahmen.
Die lebensrettenden Sofortmaßnahmen bestehen aus dem folgenden Handlungsablauf:
• Keine Reaktion der Person
• “Hilfe” rufen, wenn Personen in der Nähe sind
• Atemwege freimachen (Kopf überstrecken)
• Keine normale Atmung (Sehen, Hören und Fühlen, nicht länger als 10 Sekunden)
• Notruf 112
30 Herzdruckmassagen (“schnell und fest”; 100 pro Min.) und 2 Beatmungen (Mund zu Mund oder Mund zu Nase) bis der Rettungsdienst eintrifft
Man prüft ob der Patient reagiert. Hierzu schüttelt man ihn an den Schultern und fragt laut: "Ist alles in Ordnung?" Wenn er nicht reagiert ruft man um Hilfe, sofern sich weitere Perso-nen in der Nähe befinden.
Dann werden die Atemwege freigemacht. Der Patient wird auf den Rücken gedreht, eine Hand auf seine Stirn gelegt und der Kopf leicht nach hinten gezogen. Dann prüft man, ob der Patient normal atmet. Hierzu schaut man nach Bewegungen des Brustkorbs, hört am Mund des Patienten nach Atemgeräuschen und fühlt nach einem Luftstrom. Während der ersten wenigen Minuten nach einem Kreislaufstillstand ist es möglich, dass ein Patient kaum atmet oder nur vereinzelte, geräuschvolle Atemzüge macht. Dies darf nicht mit normaler Atmung verwechselt werden. Man sollte nicht länger als 10 Sekunden benötigen, um festzustellen ob der Patient normal atmet. Bestehen irgendwelche Zweifel, dann wird gehandelt, als sei die Atmung nicht normal.
Falls der Patient nicht normal atmet wird sofort der Rettungsdienst alarmiert (Notruf: 112).
Dann wird unverzüglich mit der Herzdruckmassage begonnen. Hierzu kniet man seitlich zum Patienten, legt den Ballen einer Hand auf die Mitte der Brust des Patienten, legt den Ballen der anderen Hand auf die erste Hand und drückt mit gestreckten Armen das Brustbein um 3 bis 5 cm nach unten. Nach jeder Kompression wird entlastet. Wichtig ist, dass man schnell und fest drückt, pro Sekunde etwas weniger als zwei Kompressionen. Druck und Entlastung sollten gleich lang sein.
Nach 30 Herzdruckmassagen macht man wieder die Atemwege durch Überstrecken und Anheben des Kinns frei und führt 2x eine Mund-zu-Mund-Beatmung bzw. eine Mund-zu-Nasenbeatmung durch. Dann wird unverzüglich wieder mit der Herzdruckmassage weiter-gemacht.
Die Wiederbelebungsmaßnahmen werden nur unterbrochen, wenn der Patient wieder nor-mal zu atmen beginnt. Falls mehr als ein Helfer anwesend ist, sollte man sich alle 1-2 Minu-ten in der Reanimation abwechseln. Wenn man nicht in der Lage oder willens ist, eine Beat-mung durchzuführen, dann sollte man nur die Herzdruckmassage anwenden.
Die Wiederbelebungsmaßnahmen werden fortgeführt bis qualifizierte Hilfe eintrifft, der Pati-ent normal zu atmen beginnt oder man total erschöpft ist.

Helmut Sixt

     
       
     

 

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Sport nach Krebs

Seit April 2010 gibt es beim TBC das Angebot "Sport nach Krebs".
Der Kurs findet im vereinseigenen Jahnsaal statt.
Von 19:00-20:00 Uhr erleben Sie ein Sportangebot voller Lebensfreude durch Sport und Bewegung.

Studien haben gezeigt, dass eine regelmäßige körperliche Aktivität der Neubildung von Tumoren vorbeugen kann.
Neue Lebensfreude durch die Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit
ist eines der Ziele des Bewegungsangebotes beim TBC.
Es wird eine Verbesserung von lokalen Bewegungseinschränkungen nach Operationen,
bzw. die Erhaltung des bisher Erreichten angestrebt.
Ein weiterer Inhalt der Übungsstunden ist eine gezielte Funktionsgymnastik - jedoch mit ganzheitlichen Bewegungsabläufen.
Gemäßigtes Ausdauertraining, Rhythmik und Entspannung runden das Programm ab.

Selbstverständlich kommen die Geselligkeitsaspekte nicht zu kurz.

Foto Baumann (Stuttgarter Nachrichten)

- Spaß und Freude in der Gruppe
- gemeinsame Spiele
- gemeinsame Unternehmungen

Die Gruppe wird von einer speziell ausgebildeten Trainerin betreut, die weiß,
welche körperliche Belastung richtig ist, um wieder zu Kraft und Beweglichkeit zu gelangen.

Mit einer Verordnung vom Arzt übernimmt Ihre Krankenkasse die gesamten Kosten für 18 Monate.

Im November 2010 besuchte S. Rehm (STN) die Sportgruppe und veröffentlichte daraufhin diesen Bericht in den Stuttgarter Nachrichten.

Mehr Infos:   TBC Geschäftsstelle (Andrea Dostler) 0711-5490178  oder
                     Wilfried Krause  0711-5300395